Teneniel's Schattenleben
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Abschaum in heiligen Hallen

*tief durchatmet und bis 10 nein besser noch bis 100 zählt*

Mir ist gerade ein Stück Vergangenheit begegnet... Und zwar eines, dem ich heute noch gern die Augen auskratzen oder etwas in der Art tun würde.

Zu der Zeit, als ich Steve, meinen jetzigen Mann, kennen lernte, ich war damals 18, fast 19... habe ich noch aktiv getanzt, da war das tanzen noch eines der wenigen Dinge, bei denen ich den Rest einfach vergessen konnte.

Damals war ich locker befreundet mit einer Clique, die sich jeden Samstagabend in einer unserer drei Tanzschulen traf, tanzte und später zusammen Pizza essen ging. Jeden Samstag. Ich sage "locker befreundet" deswegen, weil ich damals weder zu der Art von Freundschaft fähig war, die ich jetzt mit gewissen Leuten habe, noch sie wollte. Es durfte ja niemand nah an mich heran.

Den Leuten schien das aber nicht aufzufallen, es war ne Clique von 8 bis 10 Leuten zwischen 20 und 30, alle älter als ich, aber das war in Ordnung. Ich weiß heute nicht mehr, wie ich damals in diese Clique überhaupt reinkam, auf jeden Fall war ich irgendwann jeden Samstag mit von der Partie, zuerst tanzen, danach Pizza essen und ab und zu fuhr man dann noch zu dem ein oder anderen und sah zusammen ein Video oder so.

Tiefere Freundschaften waren das für mich nicht, man sah sich ja auch nie unter der Woche und hatte sonst keinerlei Kontakt, aber es war okee und für mich in der Phase in der ich war, genau das richtige. Die Art von Freundschaft, die ich damals ertragen konnte.

Ein klitzekleines bisschen mehr mit einem von ihnen war ich dann doch befreundet, allerdings ging das auch nicht über das samstägliche Treffen hinaus, aber mit Bernhard hab ich vielleicht etwas mehr geredet als mit den anderen. Sonst war ich ja meist stille Zuhörerin. Über tiefere Sachen hab ich auch mit ihm nicht gesprochen... zumindest nicht von meiner Seite aus. Er hingegen schüttete mir irgendwann sein Herz aus, nachdem er wochenlang ein Mädchen, das auch dort Tanzen ging, angeschmachtet hatte. Was soll ich sagen. Ich hab die zwei damals schließlich verkuppelt, ich konnte mir sein Elend nicht mehr mit ansehen. Das war aber auch das einzige, was mich mit Bernhard und Nicole mehr verband als mit den anderen.

Nach einer Weile hatte ich bemerkt, daß es in der Clique einen gab, der sich für mich interessierte. Er sagte nie ein Wort darüber, aber es gab Blicke... und einer der anderen sprach mich irgendwann diskret an, daß ich dem Markus schon sehr gefallen würde, aber ich wär ja immer so... auf Abstand. Sonst ganz okee, aber eben auf Abstand. Demjenigen konnte und wollte ich dann auch nicht sagen, warum ich so war... Aber ich habe dann in einer ebenfalls etwas ruhigeren Minute mit Markus gesprochen und ihm so nett ich konnte, gesagt, daß er sich keine Hoffnungen zu machen bräuchte., daß ich zum damaligen Zeitpunkt keine Beziehung wolle.

Die Situation schien geklärt und auch in Ordnugn zu sein. Es trafen mich zwar immer noch ab und zu samstags seine waidwunden Blicke, aber er hatte mich nie wieder darauf angesprochen oder eine Annäherung versucht. Das Weggehen, Tanzen udn Pizza essen mit der Clique lief weiter wie es war, alles war in Ordnung. Dachte ich.

Im Juli des bewussten Jahre hatte ich dann an einem Tag die unbekannte Mail eines jungen Mannes in meiner Mailbox, der ein wahrer Poet zu sein schien. Er hatte mich zufällig über ein Profil gefunden, in dem als Hobbie auch tanzen drin stand. Er erzählte mir, daß er auch tanzte, zwar jetzt weiter wegwohnte, aber in München tanzen ging, wo seine Mutter noch wohnte.

Ich weiß garnciht, womit er zuerst durch meinen Panzer stieß... Er hatte so eine ruhige, sanfte, Art, die schon in seinen Worten lag und ich beschloss, daß es ja nicht wehtun konnte, mit ihm einen lockeren mehr oder weniger anonymen Mailkontakt zu halten.

Tja... aus locker wurden zwei drei, vier Mails pro Woche, dann eine Mail jeden Tag, manchmal sogar zwei... Dieser Poet und Dichter, der ein paar seiner Werke mit mir teilte, nachdem wir auch über unsere anderen Hobbies geschrieben hatten, lesen und auch selbst schreiben, schlich sich irgendwann in mein gequältes Herz, das ich eigentlich abgeschottet und verschlossen hatte, er berührte meine Seele... Heute bin ich mit ihm verheiratet, die mich kennen, kennen ihn ja auch alle, meinen Dichter und Poeten, meinen Mann Steve.

An meinem 19. Geburtstag, er hatte mich übrigens für älter gehalten, weil ich so erwachsen und teilweise tiefsinnig schrieb, haben wir uns zum ersten Mal getroffen. Am Ende des Monats waren wir ein Paar, er mit sehr viel Geduld und alles würde in den folgenden Wochen und Monaten sehr sehr langsam laufen, aber er hatte diese Geduld und er zeigte sie...

Zurück zu meiner Tanzclique... und zu Markus. Ich traf mich immer noch mit der Clique, jeden Samstag... Alles lief wie gewohnt. Meine leichte Verliebtheit fiel denen zuerst auch garnicht auf, auch weil ich nicht davon erzählte. Aber Bernhard hat es irgendwann gemerkt und als er mich fragte, wer mich denn zur Zeit fröhlicher als sonst machen würde, hab ich es ihm erzählt. Was soll ich sagen, ich weiß, daß Bernhard es nicht weitergetratscht hat, aber einer der anderen hatte es wohl gehört und so gelangte die Nachricht, daß ich verliebt war, auch bis zu Markus. Da wurden seine Blicke noch waidwunder und mir jetzt manchmal schon richtig unangenehm. Die Atmosphäre mir gegenüber in der Clique wurde langsam anders, ich hab es zuerst garnicht gemerkt.

Schließlich, nachdem ich schon ein paar Wochen mit Steve zusammen war, hab ich ihn Samstags mit in die Tanzschule, zu meiner Clique, zu meinen Freunden, wie ich ja dachte, mitgebracht. Und nach einer Weile merkte ich, hoppla, hier stimmt irgendwas nicht. Und als die Clique dann während ich mit Steve auf der Tanzfläche war, sang- und klanglos, ohne ein Wort des Abschieds ganze Ein-einhalb Stunden früher als sonst zum Pizzaessen aufbrach ohne mir vorher bescheid zu sagen, fiel auch diese Illusion von Freundschaft zusammen.

Einer war geblieben. Bernhard. Und er sagte mir dann noch, daß Markus die Clique gegen mich aufgehetzt hatte und als ich dann eben noch Steve mitgebracht hatte, obwohl ich noch vor nicht allzu langer Zeit behauptet hatte, ich wolle keinerlei Beziehung...

Was ein verletzter Stolz nicht alles anrichten kann. Nunja, was er mir, die ich sowieso nicht so wirklich an Freundschaft geglaubt hatte und nur diese eher oberflächlichen Freunde in dieser Clique zugelassen hatte, damit angetan hatte, das konnte der sich wohl überhaupt nicht vorstellen.

Was soll ich sagen, Steve hatte für den restlichen Abend genug zu tun, mich völlig fertiges Bündel Mensch überhaupt noch nach Hause zu bringen... Meine Welt war mal wieder mal zerbrochen.

Tja... ihr kennt mich, wie meine Reaktion war, könnt ihr euch vorstellen: Ich habe nie wieder einen Fuss in diese Tanzschule gesetzt, die Mitglieder der Clique nie wieder gesehen, ausser vll zwei Personen, die mir weit später irgendwo mal über den Weg liefen.

Und was soll ich sagen, von FREUNDEN wollte ich die nächsten zwei Jahre, sehr zum Leidwesen von Steve, mit dem ich im Jahreswechsel 2000/2001 zusammenzog, erstmal nichts mehr wissen. Aber er hatte Geduld...

Den ein oder anderen von euch, die ihr jetzt meine Freunde, meine Wahlfamilie, mein Rudel seid, kannte ich damals schon... Ihr wisst, wie ich war und in dieser Zeit hatte ich wirklich keine Freunde, ausser eben euch wenigen, die ich aber ja niemals live traf, die ich damals nur übers Internet kannte. Was inzwischen ja auch schon längst ganz anders ist. *smile*

Ich wollte und konnte nicht. Steve hatte seine liebe Mühe, mich irgendwann im Lauf des Jahres 2001 dann mit zu einer Tischrollenspieltruppe zu schleifen, der er sich angeschlossen hatte. Freunde? Nein, brauchte ich nicht. Wollte ich nicht. Die taten einem doch eh nur irgendwann weh. Die bewusste Tischrollenspielgruppe kenne ich auch heute noch, sie sind tatsächlich unsere Freunde geworden, doch auch die merkten am Anfang, daß ich mich damit schwertat. Heute trifft man sich mit diesen Leuten nicht nur zum Tischrollenspiel, auch zu anderen Dingen, einer ist Steves bester Freund geworden und wohnt im Haus nebenan.

Aber auch für diese Leute gibt es Dinge, die sie über mich nicht wissen udn auch nie erfahren werden.

Es sind Freunde. Aber für mich gibt es zwei Level von Freundschaften. Das andere Level, die Leute, die zum anderen Level gehören, wissen, daß sie gemeint sind, denke ich. *euch alle knuddels*

Tja... Und eben diese Person, dieser Markus... war gerade eben in meiner Arbeitsstelle, in meinem Bücherbus.

Abschaum in heiligen Hallen.

Wenigstens hat er es gemerkt.

Er sah mich, sagte höflich Hallo, wie man es zu jedem sagt, stutzt, guckte... überlegte, erkannte mich sagte noch einmal...
"Hallo... Martina..."
Mein Blick und mein ebenfalls frostiges Hallo haben ihm gesagt, daß ich noch allzu genau weiß, was er damals getan hat...

...und daß ich ihm noch nicht vergeben habe.

Ich hoffe nur, dieser Mensch kommt jetzt nicht auf die Idee, öfter in meinen Bücherbus zu kommen... und womöglich auch noch das Gespräch mit mir zu suchen.

Ich will es nicht.
3.11.08 15:12


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Menschen gibts...

... da kann man nur noch den Kopf schütteln.

Innerhalb der letzten Wochen ereigneten sich in der Bibliothek folgende beiden Episoden aus dem Leben der Bibliothekarsassistentin Tene:

Tene und Kollegin haben Dienst an der grossen Haupt-Ausleih-Theke der grossen Hauptstellen-Bibliothek.

Ein älterer Mann, mürrischen Blickes und wohl auch Stammkunde, aber mir nie sonderlich aufgefallen oder in Erinnerung geblieben, betritt die Bib durch den Haupteingang und steuert zielsicher auf die Theke zu.

Weniger später erklingt seine barsche, nun wirklich allein schon vom Klang her unsympathisch und unhöflich klingende Stimme:

"Ich möcht' ihren behinderten Kollegen sprechen!"

Tene und Kollegin wechseln einen verblüfften Blick und Kollegin fasst die Verwunderung schließlich in Worte:

"Wie bitte? Welchen behinderten Kollegen?"

Daraufhin sah uns der ältere Herr sichtlich genervt an, als wären wir ein wenig beschränkt und meinte ungeduldig:

"Na den Behinderten da halt, der immer da in der Ecke an dem PC sitzt. Ich weiß seinen Namen nicht."

Aaaaaaaaaaaahja... Okee... Sagen wir mal so, wir haben einen Kollegen der öfter mal seine Arbeit statt in seinem Büro dort an der Theke am Neben-PC erledigt. Hubert ist halt lieber unter Menschen als in seinem Büro-Kabuff.

Nun war uns also klar, wenn der unfreundliche Herr meinte.

Allerdings...

Hubert ist nicht behindert. Wie kam der Knacker da drauf?

Und wieder war es meine Kollegin, die ihre Verwunderung und auch Entrüstung in Worte fasste:

"Ach der Herr Heinzl. Aber hören sie mal, der ist nicht behindert. Und er hat heute frei."

Tene nickt zustimmend.

Darauf schaut uns der alte Kerl an, als ob wir nicht ganz dicht wären. "Ah was... Ich mein den, der so klein ist... mit Brille. Und der geht so komisch."

Jetzt macht ich mir auch Luft: "Jaja, wir wissen schon wen sie meinen. Aber dieser Kollege hat keine Behinderung, weder geistig noch körperlich. Und wie gesagt, er hat heute frei."

Zur Erklärung: unser Kollege ist wirklich etwas kleingewachsen, trägt Brille... Aber komisch gehen? Wenn hier einer behindert war, dann wohl eher der alte unhöfliche Herr... Vielleicht brauchte er ja ne neue Brille?

Der alte Kerl zog schließlich noch irgendwas unzufriedenes und irgendwie gehässig klingendes vor sich hin murmelnd wieder ab.

Meine Kollegin und ich haben uns noch ne Weile über den gewundert. Also ehrlich! Leute gibts, das ist doch nicht wahr!

Wir fanden das ziemlich unhöflich, in die Bibliothek reinzuschneien, mit einem Kollegen reden zu wollen, dessen Namen man nicht weiß und diesen dann einfach als "den Behinderten" zu bezeichnen...

Ende Episode eins.

Episode zwei, Anwesende: Tene und derselbe unfreundliche Herr von neulich, stattgefunden heute:

Tene sitzt in der Musikbibliothek an der Theke...

Jener Herr betritt die Musikbib und tapst wie neulich schon ohne ein "Guten Tag" oder sonstwas zu den CDs und kramt da was herum...

Nach ner Weile schließlich tritt er an die Theke. Wieder dieses Griesgramgesicht. Wieder dieselbe leicht verächtliche Stimme:

"Ich möcht' jemand sprechen, der keine Aushilfe ist."

Tene rollt innerlich erstmal mit den Augen, atmet einmal durch und erwidert so freundlich und höflich wie es noch geht.

"Entschuldigung, aber ich bin keine Aushilfe. Ich arbeite seit 10 Jahren hier..."

Er grummelte irgendwas und meinte "Aha... Naja gut, also Fräulein ich suche..." und fügte dann den Titel von irgendeinem Klassikstück irgendeines Komponisten an, das er suchte.

Fräulein... ich grummelte innnerlich.
Erstens gibts den Begriff Fräulein nicht mehr, zweitens bin ich verheiratet und drittens 28.

Aber über den alten Herrn werd ich mich inzwischen nicht mehr wundern... Chronische schlechte Laune, gepaart mit Unhöflichkeit und Übellaunigkeit scheint wohl ne Erscheinung im Alter zu sein.

Was weiß ich...
13.10.08 23:08


Erdbeben

Was bleibt zurück, wenn die Erde bebt und der Staub sich wieder gelegt hat?
Was bleibt zurück, wenn Schutt und Asche zur Ruhe gekommen sind?
Was bleibt von Träumen, die von der Naturgewalt des Bebens zerstört wurden?

Vom Staub und Dreck schmutzige Bahnen noch nicht versiegter Tränen auf totenbleicher Haut...

Aufgerissene Haut von Mutter Erde, durch die ihr Blut strömt und wieder versickert...

Betäubte Seele...

WER BIN ICH?
7.10.08 23:11


gerade gefunden...

Always remember to forget
The things that made you sad.
But never forget to remember
The things that made you glad.

Always remember to forget
The friends that proved untrue.
But never forget to remember
Those that have stuck by you.

Always remember to forget
The troubles that passed away.
But never forget to remember
The blessings that come each day.



ereignisreiche wochen liegen hinter mir. vll hab ich die nächsten tage noch genug energie, es aufzuschreiben.
21.5.08 20:41


Wankelmut der Götter?

Meine Oma ist heute am frühen Morgen gestorben...

Mein Dad (sie war seine Mutter) hat heute Geburtstag.

Schicksal, manchmal hast du ein echt beschissenes Timing!
27.11.07 19:50


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